Nicht nur in der Natur setzt sich auf Dauer durch, wer mit seinen Ressourcen am effizientesten umgeht. Die WILD Gruppe perfektioniert dieses Prinzip der intelligenten Evolution von Produkten mit einem speziellen „FAST TRACK Value Engineering“-Ansatz: Durch gezieltes Entschlacken entstehen High-Tech-Lösungen, die wirtschaftlich überzeugen und deren Performance gleichzeitig steigt.

Der globale Wettbewerbsdruck wirkt heute wie ein Skalpell, das unerbittlich an den Margen der Hersteller ansetzt. Wer Over-Engineering betreibt, verliert den Anschluss an dynamische Märkte – sei es in der Industrietechnik, der Optik oder der Medizintechnik. Doch wie senkt man Herstellkosten, ohne Qualität und Sicherheit zu gefährden? Ein Einblick in die Arbeitsweise der WILD Gruppe zeigt: Oft liegt die Kunst darin, nicht in Bauteilen, sondern in Funktionen zu denken – und zwar in solchen, die tatsächlich benötigt werden.

DER WILD-UNTERSCHIED: TRANSDISZIPLINARITÄT IM FAST-TRACK-MODUS
„Was uns im Bereich des Value Engineerings grundlegend von anderen unterscheidet, ist die Abkehr von isolierten Optimierungsversuchen. Während viele Unternehmen Wertanalyse als langwieriges, internes Projekt verstehen, verfolgen wir bei WILD einen konsequenten inter- und transdisziplinären Ansatz“, erklärt Michael Reissig, WILD Head of Development. In orchestrierten Prozessen werden nicht nur interne Experten vernetzt, sondern auch Kunden und Lieferanten direkt an einen Tisch  geholt. Dieser Ansatz lebt von echter Teamarbeit und Ganzheitlichkeit: Nur wenn alle Anforderungen – von der Entwicklung über die Fertigung bis zum Einkauf – transparent geteilt werden, entsteht ein gemeinsames Verständnis über alle Abteilungen hinweg. Kommunikation ist hier der entscheidende Schlüssel, um Funktionen radikal zu hinterfragen und alle Potenziale auszuschöpfen.

Gemeinsam mit dem VMN-Valuemanager Manfred Ninaus wurde dafür der klassische 10-Schritte-Arbeitsplan auf ein hocheffizientes Workshop-Format verdichtet – eine Methodik, die als „FAST TRACK Value Engineering“ Maßstäbe setzt. Da WILD selbst fertigt, fließen Rückmeldungen aus der Montage und Produktion unmittelbar in das Design ein. Dieser Weg bündelt in kürzester Zeit alle Kompetenzen zeitgleich: von der Technologieauswahl über die fertigungsgerechte Gestaltung bis hin zur Materialwahl. So entstehen integrierte Konzepte ohne langwierige Feedbackschleifen.

DIGITALE INTELLIGENZ STATT EXCEL-CHAOS
Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist die weltweit einzigartige Softwareplattform VMCoach©. „Collaboration drives cost-effectiveness“ lautet das Credo dieses digitalen Werkzeugs, das alle Core-Methoden des Value Engineerings vereint. „VMCoach© ist ein echter Gamechanger: Unsere Software nutzt u.a. KI-Funktionen in der Funktionenanalyse und Ideengenerierung, was die Performance dramatisch steigert“, betont Manfred Ninaus. Der Workshop-Aufwand sinkt dadurch massiv, während die erzielbaren Kosteneinsparungen steigen. „Unsere Plattform erlaubt es, Restriktionen zu Beginn bewusst zu ignorieren. Das macht Potenziale sichtbar, die in herkömmlichen Prozessen oft verborgen bleiben. Je mehr Freiheiten alle Beteiligten bekommen, desto größere Erfolge sind möglich.“

DIE GRÖSSTEN HEBEL
Die Erfahrung zeigt, dass die größten Einsparungen nicht durch günstigere Kleinteile entstehen, sondern durch ein radikales Umdenken im konstruktiven Design. WILD setzt hier auf eine gezielte Relativierung von Kundenanforderungen, um teures Over-Engineering zu vermeiden. Weitere Hebel sind strategische Materialwechsel, konsequente Gleichteilestrategien sowie eine gemeinsame fertigungsgerechte Gestaltung mit den Lieferanten. Das Ziel ist immer ein Produkt, das funktional brillant und wirtschaftlich optimal schlank ist.

ZAHLEN, DIE FÜR SICH SPRECHEN: ERFOLGE AUS DER PRAXIS
Die jüngsten Projekterfolge belegen die Wirksamkeit dieses Ansatzes. Gemeinsam mit dem Halbleiterspezialisten FormFactor konnte WILD bereits in der Konzeptphase ein Cost-Down-Potenzial von mehr als 25 % an einem Mikroskop identifizieren bei minimalem Workshop-Aufwand. Gelungen ist das insbesondere durch ein erfolgreiches Reverse Engineering von zugekauften Baugruppen, einer massiven Reduktion der Anzahl an Einzelteilen der Aufbaustruktur sowie einer Vereinfachung der Gehäuseabdeckung trotz ansprechendem Design.

„Aus Projekten wie diesem haben wir gelernt, dass man sich schon zu Beginn des Value Engineering-Prozesses keine zu engen Grenzen setzen darf. Je mehr Freiheitsgrade und Sicherheit das transdisziplinäre Projektteam bekommt, desto größere Erfolge sind letztendlich möglich“, betont Stefan Werkl, Head of Sales Optical Technologies. Das bestätigt auch Enrice Wöhe vom Technischen Einkauf bei FormFactor: „Die Zusammenarbeit mit WILD und ihren Partnern war sehr gut. Unsere Projekterwartung wurde durch die professionelle Herangehensweise sogar übertroffen.“

OPTIMIERUNG FÜR BESTANDSPRODUKTE
Im Idealfall startet das Value Engineering parallel zur Produktentwicklung. In der Realität zeigt sich hingegen oft ein anderes Bild: Kunden treten mit Produkten an WILD heran, die bereits am Markt Performance-Probleme bereiten oder mit fertigen Prototypen, die zu konkurrenzfähigen Preisen in Serie gehen sollen. Hier unterstützt VMCoach© besonders effizient: Kostenstücklisten und Produktinformationen werden ohne Aufwand eingelesen, Cost-Down-Potentiale entwickelt und bauteilindexiert getrackt – bis die Produkte wieder in vollem Umfang wettbewerbsfähig sind.